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Das Wichtigste: deine Leute!

Das Wichtigste: deine Leute!

Ihr fragt euch was dieser Artikel hier zu suchen hat und nicht bei meiner Firmenhomepage? SEHR VIEL! Diese Reise(n) ist/sind nur möglich wenn die Firma von vielen Personen getragen wird und jeder weiß was zu tun ist. Diese Reise(n) funktionieren nur, wenn gleichzeitig das Vertrauen vorhanden ist in die Menschen, die für einen arbeiten. Kommen wir also zum Thema!

Die Crew, das Team, die Familie…welch Bullshit Bingo auch immer Personaler und Chefs gerne veranstalten um die Personen um einen herum einzulullen, am Ende bleibt das Verhalten meist gleich. Ich habe Teams angeführt in großen AGs und auch bei einem großen privat geführten Unternehmen und das Fazit bei beiden war: die Personen sind unbedeutend. Und nein, dies ist keine überzogene Sicht der Dinge, sondern eine Tatsache, die sich bei mehreren Gelegenheiten deutlich zeigte.

Wenn die K…. am dampfen ist

Sorry, aber ich komme aus dem Ruhrgebiet und die dampfende Kacke sollte absolut OK sein als Sinnbild. Am extremsten war dies zu beobachten bei der großen AG. Als die Zahlen nicht stimmten wurden sogar die Besten gefeuert bzw. ihnen wurden Verträge nicht verlängert (also die Vertragsverlängerungen, die man ihnen zuvor zugesagt hatte). Leistung spielte keine Rolle und nicht einmal ob man noch zwei Monate zuvor alles Überredungskunst aufgebracht hatte um Personen zu einem Umzug zu bewegen.

Ignoranz der „Oberen“

Eine Erfahrung aus dem privat geführten Unternehmen, das jedoch 800 Mitarbeiter hatte. Ganz oben saßen lediglich drei Personen, die Universen entfernt waren von den Mitarbeitern. Die Anliegen, Ängste und Bedürfnisse tauchten nicht auf in ihrer Denke und das Gefühl unter den Mitarbeitern glich dem Motto „wir sind eh nur Roboter für die da oben“.

Es gibt keine Perfektion

Nirgendwo und bei nichts, so auch nicht in einem Arbeitsverhältnis! Seid euch dessen bewusst als Chefs. Verliert nicht den Fokus weil ihr glaubt „wenn die wüssten was ich alles für diese Firma tue“. Das kann sogar gut sein, aber es ist eben DEIN Baby, also erwarte nicht, dass alle deine Leidenschaft teilen, außer du gibst ihnen Firmenanteile ab (na, Gesicht schon entglitten bei dieser Idee?). Wie jede zwischenmenschliche Beziehung, so erfordert auch diese viel Arbeit und vor allem konstante Arbeit. Es wird Krisen geben, die überwunden werden müssen und es wird Enttäuschungen geben, aber beides ist überwindbar.

Seid realistisch

Realistisch bedeutet in diesem Fall, seht ein, dass eure Basis folgende ist: Du bezahlst jemanden um etwas zu leisten, nicht mehr und nicht weniger. Die Bezahlung sollte fair sein, wenn deine Ansprüche an das Endprodukt bzw. die Leistung hoch sind. Doch an genau dieser Stelle kommt eine menschliche Schwäche ins Spiel, die Eitelkeit. Zu viele wollen geliebt und vergöttert werden, wenn sie der „Leitwolf“ sind, aber dies ist eine illusorische Wunschvorstellung früherer Tage als Chefs noch halbe Götter waren (eigentlich Diktatoren). Jetzt musst du Vorbild sein und zwar beim Arbeiten, Denken und vor allem Verhalten gegenüber deinen Angestellten.

Herausforderung: Ängste wegnehmen

Meine Erfahrung ist, dass es unglaublich schwer ist Mitarbeitern Ängste wegzunehmen um ihre maximale Produktivität und Kreativität ans Licht zu bringen. Die Ursache ist bedingt durch die Ausgangslage. Es gibt eine starke und eine schwache Seite. Die starke Seite kann die schwache Seite feuern, bei Beförderungen und Gehaltserhöhungen außen vor lassen und vieles mehr. Genau diese Ängste gilt es erst einmal zu nehmen und dies kann nur gelingen, wenn ihr IMMER klar kommuniziert, dass euch lediglich der Beitrag zur Firme interessiert. Nicht das isolierte Fachwissen, aber eben auch nicht ob man über die Witze des anderen lacht.

Wie schon zuvor erwähnt, es ist wie in einer Beziehung: die Mitarbeiten müssen das Gefühl haben, dass ihr sie genau so wollt wie sie sind. Die zweite Stufe besteht darin die Gehirne zu involvieren. Geht auf Kommentare ein, befreit die Mitarbeiter von Blockaden und achtet auf Signale, denn die gibt es immer wenn jemand einer anderen Meinung ist. Tut ihr dies, müsst ihr auch die Zeit investieren zu erklären warum ihr manche Vorschläge nicht annehmen wollt.

Warum dieser Punkt so wichtig ist? Eure Mitarbeiter sind eure ersten Feedback-Kontakte zum Produkt und sie kennen das Produkt samt Stärken und Schwächen. Sie kennen aber auch EUCH samt Stärken und Schwächen, auch wenn viele glauben sie seien der mysteriöse Chef, den niemand einschätzen kann, weil sie mindestens viel Mal die Steve Jobs Biographie gelesen haben. Ein Hinweis: nein, seid ihr nicht! Der vielleicht wichtigste Rat im Umgang mit aktiv denkenden Mitarbeitern ist bloß nichts persönlich zu nehmen. Niemand beleidigt euer Baby (also euer Produkt), aber es wird Kritik geben wenn man nach Kritik fragt!

Nur Potenzial zählt!

Das entscheidende für den Erfolg eines Unternehmens neben einem guten Produkt sind natürlich die Mitarbeiter. Ich habe viele Firmen gesehen, bei denen es nur darum geht die Personen so wenig wie möglich einzuarbeiten, schließlich müssen wir alle so tun als seien wir Gordon Gekko, bei dem jede „vergeudete“ Minute Millionen wert ist. Meine Meinung: der Wissensstand ist völlig egal! Was zählt ist:

  • Potenzial, Potenzial, Potenzial – Wirkt jemand smart? Macht die Person den Eindruck als könnte sie aus der Menge herausstechen durch die eigenen Leistungen?
  • Basis: sind die Grundlagen vorhanden worauf das notwendige Wissen aufbauen kann?
  • WICHTIG: Charakter! Was hilft ein fachlich sehr guter Mitarbeiter, der das Klima im Büro stört oder das Team nicht bereichert. Ich wähle lieber jemanden, der vielleicht 10% schlechter ist (fachlich), aber dafür bei einem neuen Mitarbeiter sofort dazu beiträgt diesem alles zu zeigen und ihm zu helfen. Es ist Teamsport und nicht Tennis liebe Freunde der Sonne! Beispiel: ich habe mal einen Mitarbeiter fürs Marketingteam gesucht und ca. 98% der Bewerber waren Personen mit abgeschlossenem Studium. Am Ende bekam die Stelle jemand, der nach dem Schulabschluss Autoverkäufer wurde und den Job Hinschmiss um „mal irgendwas woanders zu machen“. Er ging OHNE Englischkenntnisse nach Schottland schaffte es ohne Hilfe in den Job, in die Sprache usw. Ohne weitere Details zu nennen, aber neben einem angenehmen und direkten Charakter zeugte JEDES seiner Schritte von aktivem Handeln, Biss und Mut…ich habe die Entscheidung nie bereut!

You are not alone

Auch wenn ich mir bewusst bin, dass wir in der Egoismus Ära leben, so solltet ihr euch Gedanken darüber machen ob dies wirklich zutrifft. Viele Chefs können große Reden schwingen zum Thema Loyalität, aber sie vergessen dabei, dass dies keine Einbahnstraße ist. IHR als Unternehmer müsst loyal sein wenn ihr das von euren Mitarbeitern erwartet. IHR müsst den Mitarbeitern den Rücken freihalten und dafür sorgen, dass Arbeiten keine psychische Belastung ist. Ihr glaubt, dass dies nicht reichen wird? Doch das wird es wenn ihr eure Mitarbeiter mit den zuvor erwähnten Kriterien eingestellt habt.

Klare Linie – IMMER

Auch hier kommt Eitelkeit und der Wunsch gemocht zu werden ins Spiel. Ihr versteht euch ausgesprochen gut mit einem Angestellten, aber dieser „baut Mist“? Einige Chefs verlassen dann leicht ihre Linie. Das darf auf keinen Fall passieren. Es müssen für alle Mitarbeiter die gleichen Standards und Vorgaben gelten. Natürlich geht man mit jedem unterschiedlich um, ABER wenn es um objektiv zu beurteilende Dinge geht, dann muss eine klare Linie beherrscht werden.

Passiert etwas Negatives, dann muss das sofort GÄNZLICH aus der Welt geschafft werden und wenn es zur letzten Abmahnung führt. Danach muss das Thema jedoch auch vom Tisch sein.

Hinweis: Choleriker und nachtragende Kleinkinder, die einem immer wieder die Fehler unter die Nase reiben sind keine Genies oder extravagante Chefs, sondern in 99,99% einfach Arschlöcher.

Was hat das mit Prioritäten.com zu tun?

Einfach alles! Dieser Trip wäre nicht möglich ohne die Gewissheit ein tolles Team zu haben, das die Dinge am Laufen halten kann ohne dass ich schlaflose Nächte verbringen muss. Umso ärgerlicher ist es wenn einige aus meinem Umfeld so etwas sagen wie „da hast du aber Glück gehabt mit deinen Leuten“. Nein, kein Glück, ich habe hart daran gearbeitet, dass sich jeder tatsächlich als Teil des Ganzen fühlt und das kostet durchaus Überwindung, schließlich mögen wir alle Geld und sind eitel!

Falls ihr diesen Artikel zusammenfassen wollt: Bei Idioten will keiner 110% geben!

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Das hier ist nur ein Freizeit-Projekt. Hauptberuflich sind meine Tätigkeitsfelder im Affiliatemarketing und allgemeinem Onlinemarketing, so wie PR. Mein absoluter Schwerpunkt der letzten Jahre war das Thema "Glücksspiel im Internet", inklusive Regulierung, strategischer Beratung und Entwicklung von Marketingstrategien. Beruf bei Seite: meine Berufung ist die Familie!

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